Terrassenschrauben
hier finden Sie Terrassenschrauben sowohl für die Anwendung in Holz als auch für WPC Terrassenböden. Aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften / Anforderungen an die Terrassendiele und die Umgebung, führen wir hier eine Vielzahl an Materialien und auch verschiedenste Kopfformen.
Der aktuell gängigste Schraubentyp ist die Terrassenschraube aus Edelstahl C1, welche aus martensitischem Stahl gefertigt werden und sich daher härten lassen. Die C1 Schrauben bieten ein ca. 60% höheres Bruchdrehmoment als Terrassenschrauben aus Edelstahlschraube A2 / A4 und neigt daher weniger zum Abreißen.
Die Wahl der geeigneten Terrassenschraube ist jedoch stark von der Umgebung (Salz- oder Chlorwasser) bzw. auch vom verwendeten Terrassenholz (gerbsäurehaltig) abhängig. Für Anwendungen in sehr gerbsäurehaltigen Hölzern (z.B. Eiche,...) sowie für den Kontakt mit Salzwasser/Meerwasser bzw. in der Umgebung von Pools raten wir zu Edelstahl A4/V4A Terrassenschrauben, welche durch ihre Legierungszusätze gegen diese Einflüsse beständig ist.
Terrassenschrauben sind in verschiedensten Ausführungen und mit 3 grundlegend unterschiedlichen Rohmaterialien (Edelstahl A2, A4 oder C1) angeboten. Die richtge Wahl des passenden Material ist für ein langlebiges Ergebnis entscheidend.
Daher möchten wir auf die 3 Materialtypen näher eingehen und die Vor-bzw. auch Nachteile erklären.
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Edelstahl C1 (martensitischer Stahl) |
Edelstahl A2 / V2A (ausaustenitische Edelstahl) |
Edelstahl A4 / V4A (ausaustenitische Edelstahl) |
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Allgemein |
Schrauben aus C1 lassen sich härten und bieten daher Verarbeitungsvorteil gegenüber Edelstahl A2 oder A4, wobei sie nur gegen Wasser, Dampf und schwache oxidative Säuren resistent. |
Schrauben aus A2 zeichnen sich durch eine gute Korrosionsbeständigkeit aus, wobei diese Schraube nicht in Küstennähe (Salzwasser) bzw. bei hohen Gerbsäureanteilen der Diele eingesetzt werden soll. | Schrauben aus A4 düfen bei Dielen mit hohem Gerbsäureanteil bzw. auch in Küstennähe (Salzwasser) ausgesetzt werden. Auch können diese in der direkten Umgebung zu Pools (Chlorwasser) eingesetzt werden. werden. |
| Geeignet für | Lärche, Sibirische Lärche, Ipe, Lapacho, Tabebuia spp., Douglasie, Pseudotsuga menziesii ,Bankirai, Yellow Balau, Shorea spp., WPC |
Lärche, Sibirische Lärche, Ipe, Lapacho, Tabebuia spp., Douglasie, Pseudotsuga menziesii, Bankirai, Yellow Balau, Shorea spp. |
A2/C1 Eignung + Eiche, Robinie, Nussbaum, Rüster, Kastanie, Garapa, Cumaru, Dipteryx spp. |
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Vorteile / Nachteile: |
✔️ gehärtet, daher bei weicheren Holzsorten (Lärche, Douglasie..) ohne Vorbohren zu verarbeiten ❌ nicht für Salzwasser, Chlorwasser, gerbsäurehaltige Hölzer geeignet |
✔️ gute Korrosionsbeständigkeit bei vielen Holzsorten ❌ Edelstahl A2 eher weich, sodass Vorbohren nötig ist |
✔️ beste Korrosionsbeständigkeit, auch für Salz- und Chlorwasser bzw. gerbsäurehaltige Hölzer geeignet ❌ Edelstahl A4 eher weich, sodass Vorbohren nötig ist |
Bei der Verlegung mittel Edelstahlschrauben wäre es ratsam die Edelstahlschrauben mit einem geeigneten Edelstahlbit zu verarbeiten und keinen Bit zu verwenden, der bereits bei Stahlschrauben im Einsatz war. Dies könnte zur Einbringung von Fremdrost führen und würde das Erscheinungsbild ihrer neuen Terrasse trüben.
Das Vorbohren / Vorsenken ist bis auf wenige Ausnahmen (Lärche) bei nahezu allen Holzsorten empfohlen. Am besten Sie machen vor der eigentlichen Verlegung einige Einschraubversuche (Einschrauben und wieder lösen), um so ein Gefühl für die individuelle Härte ihrer Terrassendielen zu bekommen.
a) Bohrspitze / Schneidkerbe / Schaftfräser:
Schrauben mit Bohrspitze oder Schneidkerbe wollen im Holz Platz für die Schraube schaffen, tun dies aber auf unterschiedliche Weise.
| Schneidkerbe | Bohrspitze | |
| Allgemein | Die kleine Ausfräsung an der Spitze der Schraube (Schneidkerbe) schneidet beim Eindrehen die Holzfasern durch. Vorteil dabei ist, dass damit auch Spannungen im Holz gelöst werden und so die Spaltwirkung deutlich reduziert wird. | Terrassenschrauben mit Bohrspitze funktioniert wie ein in die Schraube integrierter Bohrer. Bevor das Schraubengewinde greift, wird das Material aus dem Holz gebohrt und nach oben transportiert. |
| Vorteile / Nachteile |
✔️ Spannungen im Holz werden gelöst, sodass die Spaltwirkung deutlich reduziert werden kann ❌ nicht für Alu-Unterkonstruktionen geeignet |
✔️ Der Materialabtrag erleichtert die Verarbeitung bei harten Hölzern ❌ durch die Bohrspitze geht Halt (durch reduzierte Gewindelänge) verloren |
| Einsatzgebiet | weichere Hölzer wie Lärche, Douglasie | härtere Hölzer bzw. auch für Alu-Unterbauten (Bohrleistung beachten !) |
Der Schaftfräser (auch als Reibteil oder Fräsrippen bezeichnet) befindet sich am Übergang zwischen Gewinde und Schaft und sorgt für die Freistellung des Schaftteils im Holz, sodass mögliche Bewegungen durch Quellen/Schrumpfen kompensiert wird. Schaftfräser sind für beide Schraubenspitzentypen (Schneidkerbe und Bohrspitze) sehr gängig.
b) Kopfformen
Die Entscheidung über die Kopfform wird meist über das Kriterium "Optik" getroffen, wobei nicht jede Kopfform für jede Terrassendiele zu empfehlen ist.
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Senkkopf 90° (Klassiker) |
Senkkopf 120° (kleinen Senkkopf) |
Stanzkopf | |
| Allgemein |
Durchmesser Kopf = 2x Durchmesser Schraube (wie auch bei Spanplattenschrauben) |
kleinerer Kopfdurchmesser durch 120° Flanke | Kopfdurchmesser wie bei 90° Schrauben, jedoch mit scharfer Unterkante am zylindrischen Teil |
| Vorteile / Nachteile |
✔️ Drückt mit breiter Fläche ins Holz -> guter Halt der Dielen ✔️ bei Dielen wie Lärche, Douglasie ohne Vorbohren zu verarbeiten ❌ deutlich sichtbar |
✔️ weniger sichtbar, geringere Gefahr das die Diele reist ✔️ bei Dielen wie Lärche, Douglasie ohne Vorbohren zu verarbeiten ❌ geringeres Haltevermögen |
✔️ Kopfform verringert das Aufsplittern der Holzoberfläche ❌ Vorbohren bei allen Dielentypen nötig |
Holz ist ein natürliches Material. Gerade im Garten fügt es sich wunderbar in das Umfeld ein. Deshalb wird Holz auch gern für die Gestaltung von Terrassen verwendet. Bevor man eine Holzterrasse anlegt, muss man sich darüber im Klaren sein, dass das Material gepflegt werden muss. Holz ist auch nicht so langlebig wie beispielsweise Stein. Auf alle Fälle sollte Hartholz verwendet werden. Am preiswertesten ist einheimisches Holz und zwar Fichten-, Lärchen-, Kiefern-, Douglasie oder Eichenholz, jedoch sind auch die Importhölzer wie Bangkirai, Bongossi.uvm. sehr geeignet, wenn gleich wegen des unkontrollierten Abbaus und der langen Transportwege keinesfalls "CO2 Neutral".
So lege ich meine Holzterrasse an:
Untergrund
a) Untergrund Boden
Ausheben des Bodens, sodass ein Unterbau später unterbringen und die Terrasse die gewünschte Position (Höhe) erreicht. Der Stabilität wegen, sollte eine ca. 20cm dicke Schotterschicht sowie eine ca. 5cm dicke Verlegesandschicht aufgebracht werden und diesen mit leichtem Gefälle (ca. 2%) abziehen. Als Schutzmaßnahme gegen nachträglichen "Unkrautbewuchs" kann ein Gartenvlies ausgelegt werden. Die Unterbauplatten (Betonplatten ) sollten in einem engen Raster gelegt werden (ca. 60cm),sodass es bei den Terrassenhölzern bzw. bei der Unterkonstruktion zu keiner Durchbiegung kommt.
b) Untergrund Beton / Estrich
Sollte Sie bereits einen betonierten Untergrund zur Verfügung gaben, so ist nur darauf zu achten dass dieser ein leichtes Gefälle von ca. 2% (vom Haus weg!) hat und alle Anschlussfugen (z.B. zu Vollwärmeschutz) gut abgedichtet sind und Regenwasser
Richtig ablaufen kann.
Holzunterbau
Der Holzunterbau wird quer (90°) zu den späteren Terrassendielen verlegt und mit den Unterbauplatten verdübelt. Dazu können Sie gängige Nylondübel verwenden, wobei wir auch hier zu Edelstahlschrauben raten würden, da auch diese Hölzer vermutlich mit Regenwasser in Kontakt kommen und Sie so das Risiko eines Korrosionsschadens minimieren. Zusätzlich ist es ratsam den Unterbau durch einen Abstandhalten (der das Abfliesen von Regenwasser ermöglich) vom Untergrund zu trennen.

andere Unterbauten (Alu Profile / Stahl Formrohre)
Im Terrassenbau sind diverse Unterbaukonzepte möglich, wie z.B. der Unterbau mit vorgefertigten Alu-Profilen in Verbindung mit Verstellfüssen. Diese Form des Unterbaus ist durch die Materialwahl am besten gegen die Witterungseinflüsse geschützt, jedoch sicherlich auch die kostenintensivste Variante. Bei der Verwendung von Alu-Profilen, müssen die Terrassenschrauben mit einer Bohrspitze und einem Holz/Alu Gewinde ausgestattet sein.
Ander Unterkonstruktionen wie Stahl-Formrohre sind zwar denkbar, wobei hier mit Bi-Metall Bohrschrauben (Stahl/Edelstahl Schrauben) gearbeitet werden muss. Die Ersparnis bei der Unterkonstruktion ist durch die hohen Kosten für die Bi-Metallschrauben schnell wieder verloren.
Verlegung der Terrassendielen
Die Terrassendielen werden in einem regelässigen Abstand (4-6mm) quer zum Holzunterbau verlegt (bei Harthölzern wird vorbohren empfohlen) und mit Edelstahlschrauben verschraubt. Da die Schraubenköpfe später zu sehen sind, sollte auf eine gleichmäßiges Bohr- / Schraubbild geachtet werden.

Um stehende Nässe bei den Terrassendielen zu vermeiden, ist es ratsam Distanzleisten zwischen Terrassendielen und dem Holzunterbau einzusetzen.
Diese Leisten erleichtern den Abfluss von Wasser und verlängern das Leben ihrer Terrasse.